Deja vu: Portugals Wohnungsmarkt bricht ein – Nils Peter Sieger im Handelsblatt

Das Handelsblatt sprach mit Nils Peter Sieger über den Wohnungsmarkt in Portugal und veröffentlicht einen Auszug am 16.9.2005. Wir veröffentlichen den Artikel auszugsweise im folgenden Abschnitt.

VOR ALLEM DIE ÜBERTEUERTEN FERIENIMMOBILIEN IN MEERESNÄHE VERLIEREN AN WERT

von Stefanie Müller und Handelsblatt, 16.9.2005

Portugals Immobilienmarkt steht vor einem großen Umbruch. Viele Branchenexperten wie etwa José Luis Escrivá, Chefökonom der zweitgrößten spanischen Bank BBVA, erwarten in den kommenden Jahren einen leichten Preisrückgang. Manche portugiesische Ökonomen befürchten jedoch schlimmeres: Paulo Pinho, Volkswirt an der Universidade Nova de Lisboa, sprechen sogar von einem möglichen Crash.

HB LISSABON. Portugals Wohnungsmarkt zählt seit geraumer Zeit zu den teuersten in Europa und das, obwohl die heimische Wirtschaft seit rund vier Jahren die schwächste in der Europäischen Union (EU) ist. Vor allem in den Jahren 1999 bis 2002 war die Nachfrage enorm. Dass sich die Zeiten geändert haben, lässt sich auch daran ablesen, dass die Bauaktivitäten seit Jahren leicht zurückgehen. Im vergangenen Jahr wurden nur noch rund 58 000 Wohnungen fertiggestellt und damit weniger als vor zehn Jahren.

„Beim Neubau kommt man sogar auf 4 000 Euro pro Quadratmeter“, sagt Nils Peter Sieger, Chef des Immobilienberatungsbüro Finurba in Lissabon. Auch an der schönen, weil noch nicht verbauten, Küste rund um Estoril, in der Nähe von Lissabon, müssen Käufer bereits rund 3 500 Euro pro Quadratmeter für eine neue Wohnung mit Blick aufs Meer hinlegen. „Wirkliche Schnäppchen kann man nur noch im Landesinneren machen“, stellt Berater Sieger fest.

Doch die verheerenden Waldbrände in diesem Sommer besonders im Norden des Landes haben viele der ländlichen Regionen auf lange Zeit unattraktiv gemacht. Zu den betroffenen Gebieten zählt beispielsweise das Umland der alten Universitätsstadt Coimbra. „Da sind nur noch schwarze Löcher zu sehen“, sagt Sieger.

 Link zum Artikel: Handelsblatt vom 16.9.2005

Englische Version:

ESPECIALLY OVERPRICED NEW PROPERTY NEAR SEA TO LOSE VALUE

by Stefanie Müller and Handelsblatt, 16.09.2005

Portugal’s property market is facing a major upheaval. Many industry experts such as José Luis Escrivá, Chief Economist of the second-largest Spanish bank BBVA expect in the coming years, a slight price decline. Some economists fear Portuguese but worse: Paulo Pinho, an economist at the Universidade Nova de Lisboa, even speak of a possible crash.

HB LISBON. Portugal’s housing market has been one for some time the most expensive in Europe, even though the local economy is the weakest in the European Union (EU) for about four years. Especially in the years 1999 to 2002, the demand was enormous. Is that times have changed, can be seen through the fact that the construction activities easily go back for years. Last year, only about 58 000 dwellings were completed, less than ten years ago.

„New construction is selling at 4 000 euros per square meter,“ says Nils Peter Sieger, head of real estate consultancy Finurba in Lisbon. Even the beautiful, not because built, coast around Estoril, near Lisbon, buyer must already lie roughly EUR 3 500 per square meter for a new apartment with a sea view. „Real bargains can be done only in the interior,“ says consultant Sieger.

But the devastating forest fires this summer, especially in the north of the country, many of the rural areas unattractive for a long time. To the affected area, for example, the area around the ancient university town of Coimbra. „There are a few black holes to see,“ said Sieger.

Der reichste Mann Portugals: Nils Peter Sieger über Belmiro de Azevedo im Handelsblatt

Stefanie Müller berichtet im Handelsblatt vom 6.2.2006 über den portugiesischen Unternehmer und Milliardär Belmiro de Azevedo. „Er gehört zu denjenigen, die nach der Diktatur das Land mit aufgebaut haben“, wird Nils Peter Sieger zitiert.

Der reichste Mann Portugals

Stefanie Müller

„Er rennt ans Netz und drischt den Ball auf den Boden des anderen Feldes. „Ein meisterhafter Volley“, lobt der Gegner. Belmiro de Azevedo, reichster Mann Portugals, ist zwar schon 67 Jahre alt, aber beim Tennisspiel in seinem Wohnort Porto will er auch heute vor allem eines: siegen“.

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