Ein Bubentraum wird zum Big Business: Die SonntagsZeitung über Nils Peter Sieger und seine Firma Arqueonautas

Die Zürcher SonntagsZeitung berichtet am 2.11.1997 über die neu gegründete Firma Arqueonautas von Nils Peter Sieger. „Von den 96 Schiffen, die wir auf den Kapverden bisher entdeckt haben, sind nur deren zehn historisch und finanziell interessant“, wird Nils Peter Sieger zitiert. „Schatzsucherei ist ein Glücksspiel wie Pferderennen“ sagt er. „Nur ist letzteres todlangweilig“.
Wir veröffentlichen den Artikel ungekürzt und zum Download.

Ein Bubentraum wird zum Big Business

Von Walter de Gregorio

LISSABON — Früher war es ein Hobby für Abenteurer, heute ist es ein professionelles Geschäft: Dank modernster Technik und risikofreudigen Investoren ist die Schatzsucherei zu einem boomenden Wirtschaftszweig geworden.

Das einzige, was Nils Peter Sieger von Afrika nach Hause brachte, war Hepatitis.

Das war 1974. Zwanzig Jahre später ging der erfolgreiche Immobilienhändler ein zweites Mal auf Schatzsuche. Er gründete eine Gesellschaft, engagierte Historiker und Taucher, investierte über drei Millionen Dollar. Immer noch nichts.

Nils Peter Sieger, ein in Portugal lebender Deutscher, ist der Prototyp des risikofreudigen, hartnäckigen Investors. Kein Seebär alten Schlags, kein kindlicher Abenteurer, kein verwegener Glücksritter. Sieger steht mit beiden Beinen auf dem Boden, ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, baut Häuser mit Fundament. Bis er abends zu träumen beginnt.

Wie Pilze schiessen professionelle Schatzsuchergesellschaften derzeit aus dem Boden. Sie heissen Arqueonautas wie Nils Peter Siegers Firma oder Marex, Nautik, Geomar, Atlantis. Es sind Aktiengesellschaften, und sie haben ein einziges Ziel: An die Oberfläche zu holen, was in den vergangenen fünfhundert Jahren in die Tiefe der Weltmeere verschwand — Gold, Silber, Juwelen.

Mit gutem Grund: Alleine in der Karibik liegen nach neuesten Schätzungen von Experten Preziosen im Wert von über 50 Milliarden Franken. Und auch in anderen Gegenden sorgten Hurrikane, Riffe und Piraten dafür, dass Schatztruhen im Meer verschwanden. Mindestens 570 Tonnen Gold sollen in den Hoheitsgewässern der einstigen Kolonialmacht Portugal ruhen, gar 8000 Tonnen in jenen Spaniens — das entspricht dreieinhalbmal der Goldreserve der Schweizer Nationalbank.

Die Unglücksstellen vieler Schiffe sind schon seit Jahren bekannt, doch war deren genaue Ortung und Bergung technisch bisher äusserst schwierig. Nicht selten liegen die Wracks mehrere hundert Meter tief, verstreut über riesige Flächen oder unter meterdicken Schlickschichten. 2000 Meter tief musste Tommy Thompson sei-nen Roboter tauchen lassen, bis er 1980 den Schatz der «SS Central America» bergen konnte. Und bis Burt Webber 1979 die 1641 gesunkene «Conception» und ihre Ladung von über 100 Tonnen Gold fand, hatte er Jahre gesucht.

Artikel der Zürcher SonntagsZeitung über Nils Peter Sieger und seine Arqueonautas 1997

Artikel der Zürcher SonntagsZeitung über Nils Peter Sieger und seine Arqueonautas 1997

Der Traum vom Zufallsfund wird praktisch immer ein Traum bleiben

Wer die Goldtruhe eines Henry Morgan oder Sir Franeis Drake knacken will, wer es auf die 1799 gesunkene «Lutine» oder die Schätze der portugiesischen «Cinque Chagas» abgesehen hat, muss einen langen Atem haben. Sensationsfunde wie jener der vier amerikanischen Sporttaucher jedenfalls. die vor Jahren in nur vier Meter Tiefe nahe Great Bahama Island Goldbarren im Wert von 12 Millionen Franken fanden, sind Zufälle.

In einer Hinsicht haben sich die Voraussetzungen mittlerweile aber radikal verändert. «Heute ist technisch fast alles möglich», sagt Reinhold Ostler, Präsident des internationalen Schatzsuchervereins AK., das erkläre den Boom. Die hochpräzisen Mess- und Ortungsgeräte und auch die anderen Werkzeuge, die heute auf dein Markt sind, lassen fast keinen Wunsch mehr offen. Vor allem aber sind sie vergleichsweise günstig zu haben. Von hochpräzisen Satelliten-Navigationssystemen, Sonar-Sichtgeräten und Magnetometern bis hin zu ferngesteuerten Unterwasserrobotern und Druckausgleichanzügen. die Tauchgänge bis 600 Meter erlauben, steht dem modernen Schatzsucher feines Werkzeug zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung.

Doch High-Tech-Ausrüstung alleine genügt nicht. «Wir haben ein Projekt auf den Azoren abgebrochen, weil uns Portugal die Lizenz entzogen hat», sagt Nils Peter Sieger, der mittlerweile ein Exklusivrecht für die Kapverden hat. Die Schürfrechte, vor allem aber die Frage nach dem Verteilschlüssel eines Funds können langwierige Verhandlungen mit den betreffenden Staaten auslösen und nicht selten vor dem Richter enden. Erst als das Oberste Gericht der USA nach Jahren zugunsten von Tommy Thompson entschied, konnte dieser einen Grossteil des Schatzes an sich nehmen, den er aus der «SS Central America» geborgen hatte — immerhin mehrere 100 Millionen Dollar.

Heisst es. Denn genaue Zahlen fehlen. Oftmals entpuppen sich die Schatzschiffe als Wundertüten: Statt des vermeintlichen Milliardenschatzes erwartet den Taucher morsches Holz und wenig mehr. «Von den 96 Schiffen, die wir auf den Kapverden bisher entdeckt haben», sagt Sieger, «sind nur deren zehn historisch und finanziell interessant» Das entspricht etwa zwei bis drei Prozent, der in diesem Gebiet vorhandenen Wracks.

Oft hängt der Wert antiker Funde auch vorn Auktionserlös ab, wie Erwin Dietrich, Münzhändler in Zürich. sagt. «Es kann durchaus sein, dass weniger mehr ist.» Wenn plötzlich kistenweise Münzen herumgereicht werden, die als Rarität galten, sackt der Preis logischerweise zusammen.

Nicht selten werden auch absichtlich falsche Hoffnungen geweckt. Der Schatz wird aufgeteilt, bevor er noch gefunden wurde. Wer neue Geldgeber sucht, streut gezielt Falschmeldungen von Sensationsfunden in den Medien. «Fund raising» nennt sich diese Kunst, die der Norwegische Investor Morten Mo beherrscht, wie er jüngst bewies. Die Meldungen vom Milliardenschatz, der vor der Küste Ecuadors gefunden wurde, sorgten im März dieses Jahres weltweit für Schlagzeilen und liessen Mortens Aktien kurzfristig in die Höhe schnellen. In der legendären «Capitana» wurden bisher aber lediglich wenige Silbermünzen gefunden.

In einer Brunche, in der es um Märchenschätze geht, tummeln sich nicht weniger schrille Figuren als in den Piratennestern von einst. Nils Peter Sieger hat jedoch keine Angst, wegen seiner Abenteuerlust, als seriöser Unternehmer nicht mehr ernst genommen zu werden. «Ich würde meine Geschäftspartner im Immobilienbereich nie von einer solchen Investition zu überzeugen versuchen». sagt er. Ganz anders sei das bei der Schatzsucherei. Sieger verspricht seinen Aktionären eine Rendite von über 300 Prozent. Doch «Jeder weiss, worauf er sich einlässt.»

Bis zu 85 Prozent der Verluste können die Schatzsucher in den USA von den Steuern abziehen, müssen aber nur 20 Prozent -der Gewinne versteuern. «Das schafft einen Anreiz, in solche Unternehmen zu investieren», sagt Nigel Pickford, Arrtor verschiedener Schatzsucherbücher und renommierter Historiker. Aber das alleine könne die Faszination der Schatzsucherei nicht erklären, vor allem für jene, die das Ganze seriös betrieben.

«Die höchste Attraktion, ein Schatzschiff zu erforschen», sagt er, «liegt darin, dass es dem Individuum die Möglichkeit zu einem unmittelbaren und sehr mächtigen Eintauchen in eine andere historische Zeit bietet. Ein Wrack ist eine perfekt erhaltene Zeitkapsel.»

Das glaubt auch Nils Peter Sieger. Die Geschichten über Piraten und Goldschätze seien jedenfalls beliebte Gesellschaftsthemen. Die Leute seien fasziniert, sobald über versunkene Galeonen und Karavellen gesprochen werde. «Damit kann eine öde Party locker gerettet werden», sagt Nils Peter Sieger. Dass ihn sein Hobby teuer zu stehen kommt, stört ihn nicht. Was har er auch für eine Alternative?

„Schatzsucherei ist ein Glücksspiel wie Pferderennen» sagt Nils Peter Sieger «Nur ist letzteres lodlangweilig“.

Artikel der Zürcher SonntagsZeitung über Nils Peter Sieger und seine Arqueonautas 1997

Artikel der Zürcher SonntagsZeitung über Nils Peter Sieger und seine Arqueonautas 1997

Tonnenweise Gold, Silber und Edelsteine hegen noch im Meer

Drei der interessantesten und wertvoll-sten Schiffe, die noch zu bergen sind:

Las Ciiraque Chagas, ein portugiesischer Viermaster, sank 1594 auf dem Rückweg von Goa nach Lissabon südlich der Azoren, nachdem er von englischen Piraten angegriffen worden war. Über 1000 Personen, darunter viele betuchte Händler, befanden sich an Bord. Die «Cingue Chagas» galt als eines der Prachtstücke der Schiffsbaukunst. Neben Gold aus Indien, Indonesien und Mocambique hatte sie grosse Mengen an Rubinen, Perlen und Diamanten geladen. Der Wert der Preziosen wird heute auf rund 200 Millionen Franken geschätzt.

Lutine, ein britisches Frachtschiff, lief 1799 während der Fahrt von London nach Hamburg vor der holländischen Insel Terschelling auf eine Sandbank auf und sank in Minutenschnelle. Die Ladung bestand aus 1000 Gold- und 500 Silberbarren sowie 140 000 Pfund in Münzen. Das Edelmetall war deshalb besonders wertvoll, weil es während der Revolutionsjahre dringend in Deutschland gebraucht wurde, um dortige Banken vor dem Zusammenbruch zu retten. Die Ladung wird heute auf rund 100 Millionen Franken geschätzt. Verschiedene Bergungsversuche brachten bisher lediglich wenige Münzen und die Schiffsglocke ans Tageslicht, die seither in der Halle von Lloyds in London hängt. Bei jedem Schiffsunglück wird sie geläutet.

Grosvenor, ein britischer Ostindienfahrer, sank 1782 auf der Fahrt von Indien nach England an der Ostküste Südafrikas. Die Fregatte hatte eine riesige Diamantenladung an Bord sowie den Schatz von William Hosia, einem Offizier aus Ostindien. Die Briten hatten diese Reichtümer 1734 in Delhi gestohlen. Der versunkene Besitz von Hosia gilt als Rarität der Sonderklasse und könnte auf Auktionen bis zu einer halben Milliarde Franken lösen. Die Lage des Wracks ist bekannt, die Bergung jedoch sehr kostspielig und schwierig.

Für Sie zum Download: Der Artikel der Zürcher SonntagsZeitung vom 2.11.1997 [pdf]

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Das Wrack von Playa Damas Dritter Teil – Nils Peter Sieger unterstützt maritime Archäologie vor der Küste Panamas

Es folgt der dritte Teil des Artikels der A&M University, Texas, über ein angeblich zur Flotte von Christoper Columbus gehörendes und vor der Küste Panamas gesunkenes Schiff aus dem frühen 16. Jahrhundert, in dem Nils Peter Sieger mit SPIEGEL TV als Unterstützer des Forschungsprojektes erwähnt wird. Wir geben den Artikel in drei Teilen jeweils in der englischen Originalfassung und in deutscher Übersetzung wieder.

The Playa Damas Shipwreck
An Early Sixteenth-Century Shipwreck in Panama

Part 3

Filipe Castro and Carlos Fitzgerald
Nautical Archaeology Program

TexasA&MUniversity
USA

In November and December of 2003 INA learned that the IMDI had decided to salvage the Playa Damas shipwreck. After contacting several shareholders of IMDI, as well as its CEO, Cap. Ernesto Cordovez, INA believed it had an oral agreement of the larger shareholder of the company, Mr. Gassan Salama, who had been appointed governor of the Province of Colon in November of that year. On the telephone he agreed to turn over the artifacts salvaged in 2001 and promised to help INA overcome some bureaucratic problems that might arise regarding the temporary export of the artifacts to Texas, USA. It was agreed that the second half of January 2004 would be a good time to arrange for shipping the recovered material to CRL.

On December 2003, however, IMDI was reportedly visited by executives of a Florida company named Motivation Inc., based in Key West and connected to the Mel Fisher family. After this visit the larger shareholders of IMDI seem to have changed their minds and decided that they wanted to keep the right to sell the artifacts of the Playa Damas shipwreck and start the exploration of a number of shipwrecks for which they had secured salvage permits from the Ministry of Economy  before the publication of the underwater cultural heritage law, which was approved on May 28, 2003 and published in the Gaceta Oficial of Panama on April 2, 2003.

The Playa Damas shipwreck already had been declared a National Heritage site by the Panamanian government before Panama signed a UNESCO convention protecting historic shipwrecks. Panama passed legislation in August 2003, based on the UNESCO convention, declaring shipwrecks National Heritage sites. There were legal problems related to these permits. The most important one was that they were published in the Gaceta Oficial on December 30, 2003, after the publication of Law 32, published on April 2 of 2003, and Law 58, published on August 12 of 2003, which forbid salvage and establish INAC as the sole authority competent to grant excavations. The second was that even considering that the permits were issued before the publication of law 32 and 58, although not published until December 2003, salvage works should have started within six months, and the license had therefore expired in September 2003. The third problem was that it was not clear whether the Playa Damas shipwreck actually was inside the areas published with the permits.

INA went to Panama in January of 2004 and met with IMDI CEO Cap. Ernesto Cordovez, his mother, Mrs. Nilda Vasquez, a former collaborator of INAC and sometimes said to be the architect of IMDI, and the major shareholders of the company, Mr. Gassan Salama and his lawyer, Mr. Sarturio Segarra. INA was told that IMDI would like very much to work in a joint venture, but opposed the export of the artifacts to Texas A&M University for conservation treatment. Furthermore, they would not yield the right to sell the artifacts of this or any other shipwreck they had planned to salvage. IMDI also announced its intention to hire Motivation Inc. to build and staff a laboratory and pay the investment, at least partially, with the sale of the treasure they planned on finding. The example of the relations between INA and the Turkish government was explained in detail: after thirty years of continuous INA work in Turkey, the Bodrum Museum is one of the most visited museums in the whole Mediterranean basin. INA excavated shipwrecks had appeared in National Geographic Magazine thirteen times, the INA center in Bodrum received students and scholars from all over the world every year and housed an outstanding library, a laboratory, and a dormitory for students and scholars. A series of TV documentaries has been produced on INA projects in Turkey and elsewhere. INA also tried to explain that it was not likely that there were any valuable artifacts in such close proximity to the coast – since the Spanish empire possessed an extremely competent salvage industry – and that it was a tragic mistake to destroy Panama’s cultural heritage, sell the valuable artifacts at auction, and let the wreck be poorly researched and published.

The media reported that the wreck contained emeralds and gold. Political Implications That year IMDI hired a Cuban archaeologist, Mr. Abraham Lopez, formerly employed by Motivation Inc., and started the salvage works on the site early in 2005. It is not known how disturbed the shipwreck site has been, nor what kind of recording was done by IMDI’s team. No report has been released and INA was asked not to make a planned inspection dive early in 2005, after the salvage works were stopped by a court injunction. In the meantime the New World Legacy, a ship belonging to a treasure hunting company named Admiralty Corporation, was impounded in Panama and found to carry archaeological artifacts, allegedly recovered from a shipwreck in Honduras.

The New World Legacy had been impounded before in Panama, in 2000, then carrying a number of archaeological artifacts said to have been recovered from several areas around Portobelo. The Panamanian government has shown signs of support for the archaeological community and the promotion of long term archaeology projects instead of short term treasure hunting ventures. Texas A&M University’s INA is still trying to get a permit to excavate and study whatever is left of this shipwreck. As INA’s founder, George Bass, says, Sweden’s main tourist attraction is the Vasa Museum, which brings many millions of dollars in net revenues every year, employs lots of people and gives Sweden an amazing international visibility.

The Bodrum Museum of Underwater Archaeology, created by the INA, is now the most visited archaeological museum in Turkey, takes in about $2.5 million a year in ticket sales alone, to which one must add souvenirs, extra meals eaten in restaurants, taxis, hotels, plane fares, etc. Only the future will say whether the contending parties and the overlapping interests can reach an agreement so that Playa Damas will have a similar happy end.

Acknowledgements

The authors wish to thank a long list of supporters of this project.

The Spiegel media group, Dr. Peter Amaral, Mr. Nils Peter Sieger, Her Excellency Dra. Minerva Lara Baptista, Ambassador of Panama in Portugal, Her Excellency Dra. Elida Pita, Consul of Panama in Portugal, and the Association of Former Texas A&M University Students with special thanks to Ing. Lincoln Garcia.

Information Sources

Brinkbaumer, Klaus, and Clemens Hoeges, “Die letze Reise des Columbus (I)”, in Der Spiegel, No. 25, 14.Jun.2004. Brinkbaumer, Klaus, and Clemens Hoeges, “Die letze Reise des Columbus (II)”, in Der Spiegel, No. 26, 21.Jun.2004. Brinkbaumer, Klaus, and Clemens Hoeges, Die letzte Reise, Der Fall Christoph Columbus, München: Deutsche Verlags-Anstalt, 2004.

(End of part 3).

Deutsche Übersetzung

Das Wrack von Playa Damas
Ein Wrack aus dem frühen 16. Jahrhundert vor der Küste Panamas

Teil 3

Filipe Castro and Carlos Fitzgerald
Nautical Archaeology Program

TexasA&MUniversity
USA

Im November und Dezember 2003 erfuhr INA, dass die IMDI ​​beschlossen hatte, das Schiffswrack vor Playa Damas zu bergen. Nach Kontaktaufnahme mit mehreren Aktionären der IMDI, sowie deren CEO, Cap. Ernesto Cordovez, glaubte INA hatte es eine mündliche Vereinbarung der größeren Aktionär der Gesellschaft, Herr Gassan Salama, der seit Gouverneur der Provinz Colon im November desselben Jahres ernannt hatte. Am Telefon, stimmte er zu, sich umzudrehen die Artefakte im Jahr 2001 geborgen und versprach zu helfen INA überwinden einige bürokratische Probleme, die entstehen, in Bezug auf die vorübergehende Ausfuhr von den Artefakten, Texas, USA könnte. Es wurde vereinbart, dass die zweite Hälfte Januar 2004 wäre ein guter Zeitpunkt für den Versand des gewonnenen Materials nach CRL veranstalten.

Im Dezember 2003 wurde jedoch IMDI ​​angeblich von Führungskräften eines Florida Firma namens Motivation Inc., in Key West basierend und mit dem Mel Fisher Familie besucht. Nach diesem Besuch die größeren Aktionäre der IMDI ​​scheinen ihre Meinung geändert und beschlossen, dass sie das Recht, die Artefakte der Playa Damas Schiffswrack verkaufen zu halten und beginnen die Erforschung einer Reihe von Schiffswracks, für die sie Bergung Genehmigungen gesichert von der wollte Ministerium für Wirtschaft vor der Veröffentlichung des Kulturerbes unter Wasser Gesetz, das am 28. Mai 2003 genehmigt wurde, veröffentlicht im Gaceta Oficial von Panama am 2. April 2003.

Die Playa Damas Schiffbruch bereits erklärt worden war ein National Heritage Site von der panamaischen Regierung vor Panama unterzeichneten eine UNESCO-Konvention zum Schutz historische Schiffswracks. Panama Gesetz verabschiedet im August 2003, basierend auf der UNESCO-Konvention, erklärt Schiffswracks National Heritage Sites. Es gab rechtliche Probleme im Zusammenhang mit diesen Genehmigungen. Das wichtigste war, dass sie in der Gaceta Oficial wurden am 30. Dezember 2003 veröffentlicht, nach der Veröffentlichung des Gesetzes 32, am 2. April 2003 veröffentlicht und Recht 58, am 12. August 2003 veröffentlicht, die Bergung verbieten und zu etablieren INAC als einzige zuständige Behörde Ausgrabungen gewähren. Das zweite war, dass auch unter Berücksichtigung, dass die Genehmigungen vor der Veröffentlichung des Gesetzes 32 und 58 ausgegeben wurden, obwohl nicht veröffentlicht, bis Dezember 2003, Bergung Werke innerhalb von sechs Monaten gestartet werden sollte, und die Lizenz hatte deshalb im September 2003 abgelaufen. Das dritte Problem war, dass es nicht klar war, ob die Playa Damas Schiffswrack war eigentlich in den Bereichen mit den erteilten Genehmigungen veröffentlicht.

INA ging nach Panama im Januar 2004 und traf sich mit IMDI ​​CEO Cap. Ernesto Cordovez, seine Mutter, Mrs. Nilda Vasquez, ein ehemaliger Mitarbeiter von INAC und manchmal sagte der Architekt IMDI ​​und die Großaktionäre der Gesellschaft, Herr Gassan Salama und sein Anwalt, Mr. Sarturio Segarra sein. INA wurde gesagt, dass IMDI ​​würde sehr gerne in einem Joint Venture arbeiten, aber gegen den Export der Artefakte Texas A & M University für die Erhaltung der Behandlung. Darüber hinaus würden sie nicht nachgeben das Recht vor, die Artefakte dieser oder andere Schiffswrack sie geplant zu retten war zu verkaufen. IMDI auch ihre Absicht angekündigt, Motivation Inc. mieten, um zu bauen und besetzen ein Labor und zahlen die Investitionen, zumindest teilweise, mit dem Verkauf der Schatz, den sie auf der Suche geplant. Das Beispiel der Beziehungen zwischen INA und der türkischen Regierung wurde im Detail erläutert: nach dreißig Jahren der kontinuierlichen INA Arbeit in der Türkei, ist die Bodrum Museum eines der meistbesuchten Museen in der ganzen Mittelmeerraum. INA ausgegrabenen Wracks hatte in National Geographic Magazine dreizehn Mal erschien, erhielt die INA-Zentrum in Bodrum Studierende und Wissenschaftler aus der ganzen Welt jedes Jahr und beherbergt eine hervorragende Bibliothek, ein Labor und ein Wohnheim für Studenten und Wissenschaftler. Eine Reihe von TV-Dokumentationen hat INA Projekte in der Türkei und anderswo produziert worden. INA auch versucht zu erklären, dass es nicht wahrscheinlich, dass es irgendwelche wertvolle Artefakte in so nah an der Küste – da das spanische Imperium besaß einen äußerst kompetenten Bergung Industrie – und dass es ein tragischer Fehler, Panama das kulturelle Erbe zu zerstören, verkaufen die wertvolle Artefakte bei einer Auktion, und lassen Sie das Wrack schlecht recherchiert und veröffentlicht werden.

Die Medien berichteten, dass das Wrack Smaragden und Gold enthalten. Politische Implikationen diesem Jahr IMDI ​​angeheuert eine kubanische Archäologe, Mr. Abraham Lopez, ehemals Motivation Inc. beschäftigt, und begann die Bergung arbeitet auf der Website Anfang 2005. Es ist nicht bekannt, wie gestört das Schiffswrack wurde, noch, welche Art von Aufnahme durch IMDI ​​Team durchgeführt wurde. Kein Bericht wurde veröffentlicht und INA wurde gebeten, nicht um eine geplante Inspektion Tauchgang im Frühjahr 2005 zu machen, nachdem die Bergung Werke eine einstweilige Verfügung gestoppt wurden. In der Zwischenzeit die New World Legacy, ein Schiff der Zugehörigkeit zu einer Schatzsuche Firma namens Admiralty Corporation, wurde in Panama beschlagnahmt und festgestellt, archäologische Artefakte, die angeblich aus einem Schiffswrack in Honduras wieder zu tragen.

The New World Vermächtnis zuvor in Panama beschlagnahmt, im Jahr 2000, dann trägt eine Reihe von archäologischen Artefakten sagte aus verschiedenen Bereichen rund Portobelo eingezogen worden sind. Die Regierung Panamas hat Zeichen der Unterstützung für die archäologische Gemeinschaft und die Förderung der langfristigen Archäologie Projekte statt kurzfristige Schatzsuche Ventures gezeigt. Texas A & M University INA wird noch versucht, eine Genehmigung zu bekommen auszugraben und Studie, was von diesem Wrack übrig. Als INA-Gründer George Bass, sagt, ist Schwedens wichtigste touristische Attraktion das Vasa-Museum, das viele Millionen Dollar in einen Nettoumsatz jedes Jahr bringt, beschäftigt viele Menschen und gibt Schweden eine erstaunliche internationale Sichtbarkeit.

Die Bodrum Museum of Underwater Archaeology, durch die INA erstellt, jetzt ist die meistbesuchte archäologische Museum in der Türkei nimmt in etwa $ 2,5 Millionen pro Jahr im Ticketverkauf allein, zu denen muss man Souvenirs hinzufügen, zusätzliche Mahlzeiten in Restaurants gegessen, Taxis, Hotels , Flugzeug Tarife, etc. Nur die Zukunft wird sagen, ob die streitenden Parteien und die überlappenden Interessen eine Einigung zu erzielen, so dass Playa Damas ein ähnliches Happy End haben wird.

Danksagung

Die Autoren möchten sich eine lange Liste der Unterstützer dieses Projekts danken.

Der Spiegel media group, Dr. Peter Amaral, Herr Nils Peter Sieger, Ihre Exzellenz Dra. Minerva Lara Baptista, Botschafter von Panama in Portugal, Ihre Exzellenz Dra. Elida Pita, Konsul von Panama in Portugal, und die Vereinigung der ehemaligen Texas A & M University Students mit besonderem Dank an Ing. Lincoln Garcia.

Informationsquellen

Brinkbäumer, Klaus und Clemens Hoeges, „Die letze Reise des Columbus (I)“, in Der Spiegel, Nr. 25, 14.Jun.2004. Brinkbäumer, Klaus und Clemens Hoeges, „Die letze Reise des Columbus (II)“, in Der Spiegel, Nr. 26, 21.Jun.2004. Brinkbäumer, Klaus und Clemens Hoeges, Die letzte Reise, Der Fall Christoph Columbus, München: Deutsche Verlags-Anstalt, 2004.

(Ende von Teil 3).

Das Wrack von Playa Damas Teil 2 – Nils Peter Sieger unterstützt maritime Archäologie vor der Küste Panamas

Es folgt der zweite Teil des Artikels der A&M University, Texas, über ein angeblich zur Flotte von Christoper Columbus gehörendes und vor der Küste Panamas gesunkenes Schiff aus dem frühen 16. Jahrhundert, in dem Nils Peter Sieger mit SPIEGEL TV als Unterstützer des Forschungsprojektes erwähnt wird. Wir geben den Artikel in drei Teilen jeweils in der englischen Originalfassung und in deutscher Übersetzung wieder.

The Playa Damas Shipwreck
An Early Sixteenth-Century Shipwreck in Panama

Part 2

Filipe Castro and Carlos Fitzgerald
Nautical Archaeology Program

TexasA&MUniversity
USA

The Spiegel group agreed to try to raise a sum of around US$1,200,000 to pay for the excavation, conservation, publication, and possibly exhibition of the artifacts of this shipwreck. The details of the exhibition of the artifacts would have to be planned at a later date, depending upon the Underwater Cultural Heritage at Risk The Playa Damas Shipwreck and Prehistory 39 amount of money raised by the Spiegel group, INA and Texas A&M University.

The Playa Damas Shipwreck Project

It seems that this shipwreck site was known for some time by the local fishermen, who dived regularly on it to catch lobsters. As noted above, it was found by an American diver, Mr. Warren White, in 1997. In the fall of 2001 Mr. Warren White visited this site with a treasure hunting company – Investigaciones Maritimas del Istmo, SA. (IMDI), which used a “mailbox” to dig a trench, said to have been four meters deep, around the vessel. A large collection of artifacts was raised. Most were stored at a facility built at Portobelo by the treasure hunters, sometimes mixed with other artifacts from different provenances. A few artifacts may have been lost forever: a lead seal, numerous stone cannonballs, and two iron guns dropped in the bay of Nombre de Dios after being found too heavy to be raised into a truck on a nearby pier. On September 2003 a team from Texas A&M’s INA visited the site and started the preparation of the logistics of the excavation of the Playa Damas shipwreck. The shipwreck lay at a depth of about 4.5 m (15 ft.) and the site consisted of a ballast pile with an area of about 60 m2 , roughly 10 x 6 meters, with three large anchors and an important number of iron guns, at least twelve. A portion of the hull was untouched, protected under the ballast pile. The planking was 6 cm thick, frames were 17 to 18 cm square in section, and stringers were 27 x 7 cm. All these scantlings, the number of guns, and the size of the anchors indicated a ship larger than the 50 ton Vizcaína. A new sample of timber – this time from an oak futtock – was taken and dated. This sample produced a radiocarbon date of 1530-1550, compatible with the previous one, since hull planks were traditionally cut from much larger trees than futtocks, and the sample from the planking may have corresponded to an inner portion of the tree. Reutilization of timber cannot be excluded as another explanation for the early dating of these samples. Carbon dates from the lining of a shard of an olive jar also yielded compatible dates: 1450- 1530.

In order to get the project moving it was thought best to start the treatment of the artifact collection in the USA, at Texas A&M University’s Conservation Research Laboratory (CRL), the Nautical Archaeology Program main conservation laboratory. There were enormous difficulties posed by the treatment of the large concretions containing a formidable gun collection, and these could be processed more effectively in Texas. In September 2003, the week after returning from Panama, INA sent a copy of the protocol signed with the Jamaican government, as a possible model of cooperation, to INAC, for analysis. INA’s protocol with the Jamaican government had governed ten years of archaeological work in Port Royal, Jamaica. Under the terms of that agreement INA agreed to fully excavate the shipwreck, conserve and study the artifacts, and publish the shipwreck both in scholarly journals and popular magazines. The artifacts and records remained the property of the Jamaican government.

During the following months INA received an authorization to transport the artifacts raised by the salvage company IMDI to Texas A&M University, and an invitation to submit a proposal to excavate the shipwreck, which should be the first step to obtain the protocol between INA and INAC. We had in mind establishing a network of interests in place, contacting the diving centers to bring their clients and see our work, the Nautical Archaeology Society to organize weekend courses on the site, the local tourism organization to prepare a series of panels with pictures of the ongoing projects, and even the treasure hunting company, to discuss the possibility of making replicas of the artifacts for sale, and recover some of the money that they had allegedly invested in the project when they were convinced that they would become millionaires selling the artifacts from Columbus’ Vizcaína.

Problems

Then the problems began. There apparently was a dispute about permits. Fitzgerald reported in November 2003 that IMDI has no legal right to explore the wreck or remove additional artifacts, claiming his understanding that IMDI never received a written permit to excavate or salvage the site, but instead was granted verbal permission to salvage individual artifacts that were thought to be threatened by theft and a permit to film. An apparent misunderstanding regarding the granted permission threatened a confrontation between IMDI and INAC. Dr. Filipe Castro, INA project manager for the Playa Damas site, nevertheless submitted a formal proposal for collaboration to Ernesto Cordovez, head of IMDI and Nilda Vasquez’s son. The proposed plan called for a cooperative research program by which INA and IMDI both would have a role in the project. According to Vasquez, the last sticking point before agreement can be reached is IMDI’s insistence that artifacts not be allowed to leave Panama.

(End of part 2).

Deutsche Übersetzung

Das Wrack von Playa Damas
Ein Wrack aus dem frühen 16. Jahrhundert vor der Küste Panamas

Teil 2

Filipe Castro and Carlos Fitzgerald
Nautical Archaeology Program

TexasA&MUniversity
USA

Die Spiegel-Gruppe stimmte zu, eine Summe von rund US $ 1.200.000 aufzubringen für das Bergen, die Erhaltung, Veröffentlichung und ggf. Ausstellung der Artefakte dieses Schiffbruchs. Die Einzelheiten der Ausstellung der Artefakte sollten zu einem späteren Zeitpunkt geplant werden, abhängig von dem Geldbetrag, der durch die Spiegel-Gruppe, INA und Texas A & M University aufgebracht würde.

Das Playa Damas Projekt

Es scheint, dass dieses Schiffswrack seit einiger Zeit bekannt war bei den einheimischen Fischern, tauchte die regelmäßig auf sie zu fangen Hummer. Wie oben erwähnt, wurde es durch eine amerikanische Taucher gefunden, Mr. Warren White, im Jahr 1997. Im Herbst 2001 wurde Herr Warren Weiß besuchten diese Website mit einer Schatzsuche Unternehmen – Investigaciones Maritimas del Istmo, SA. (IMDI), die verwendet einen „Briefkasten“, um einen Graben zu graben, sagte schon vier Metern haben tiefe, um das Gefäß. Eine große Sammlung von Artefakten war angehoben. Die meisten wurden in einer Anlage in Portobelo durch den eingebauten gespeichert Schatzsucher, manchmal mit anderen Artefakten aus gemischt verschiedenen Provenienzen. Ein paar Artefakte sind möglicherweise verloren gegangen forever: eine Plombe, zahlreiche steinerne Kanonenkugeln, und zwei Eisen Waffen fallen in der Bucht von Nombre de Dios, nachdem er gefunden zu schwer, um in einen LKW auf einem nahe gelegenen Pier angehoben werden.

Im September 2003 ein Team aus Texas A & M INA besucht die Website und begann mit der Vorbereitung der Logistik der Ausgrabung der Playa Damas Schiffbruch. Der Schiffbruch lag in einer Tiefe von etwa 4,5 m (15 ft.) und die Seite bestand eines Vorschaltgerätes Stapel mit einer Fläche von etwa 60 m2, etwa 10 x 6 Meter, mit drei großen Anker und einer großen Anzahl Eisen Waffen, mindestens zwölf. Ein Teil des Rumpfes war unberührt, unter dem Vorschaltgerät Haufen geschützt. Die Beplankung war 6 cm dick, Rahmen waren 17 bis 18 cm im Quadrat im Schnitt, und Stringer waren 27 x 7 cm. Alle diese Pfosten, die Anzahl der Geschütze, und die Größe der Anker ein Schiff angedeutet größer als Die 50 Tonnen Vizcaína. Eine neue Probe von Holz – dieses Mal von einer Eiche futtock – genommen wurde und datiert. Dieses Beispiel erzeugt eine Radiokarbon Datum der 1530-1550, kompatibel mit den vorherigen, da Rumpf Planken wurden traditionell von viel größeren Bäume fällen als futtocks, und die Probe aus der Beplankung kann entsprach einem inneren Abschnitt des Baumes. Wiederverwendung Holz kann nicht als eine andere Erklärung für die ausgeschlossen werden frühe Datierung dieser Proben. Kohlenstoff stammt aus dem Futter einer Scherbe einer Olive jar ergab ebenfalls kompatibel Termine: 1450 – 1530. Um sich das Projekt bewegt es am besten zu denken beginnen die Behandlung des Artefakts Sammlung in den USA, in Texas A & M University Conservation Research Laboratory (CRL), die Nautical Archaeology Programm Haupt Erhaltung Labor.

Es gab enorme Schwierigkeiten, die gestellte Behandlung der großen Konkretionen, die eine formidable gun Sammlung, und diese könnten effektiver verarbeitet werden in Texas. Im September 2003, eine Woche nach der Rückkehr aus Panama, INA sandte eine Kopie des Protokolls mit der jamaikanischen unterzeichnet Regierung, als ein mögliches Modell der Zusammenarbeit, um INAC, zur Analyse. INA-Protokoll mit der jamaikanischen Regierung regiert hatte 10 Jahre archäologische Arbeit in Port Royal, Jamaica. Gemäß den Bedingungen dieser Vereinbarung INA vereinbarten vollständig auszugraben den Schiffbruch, konservieren und studieren die Artefakte und veröffentlicht das Schiffswrack sowohl in wissenschaftlichen Zeitschriften und beliebte Zeitschriften. Die Artefakte und Aufzeichnungen blieb das Eigentum der jamaikanischen Regierung. In den folgenden Monaten INA erhalten eine Genehmigung für den Transport die Artefakte erhöht vom Bergungsunternehmen IMDI ​​der Texas A & M University und eine Einladung zu einem Vorschlag, den Schiffbruch auszugraben einreichen, was sollte der erste Schritt, um das Protokoll zwischen zu erhalten INA und INAC. Wir hatten im Hinterkopf Schaffung eines Netzes von Interessen im Ort, Kontaktaufnahme mit den Tauchbasen, um ihre Kunden zu bringen und unsere arbeiten, um die Nautical Archaeology Society organisiert am Wochenende Kurse auf der Website, um die lokale Tourismus-Organisation vorzubereiten eine Reihe von Tafeln mit Bildern von den laufenden Projekten und auch die Schatzsuche Unternehmen, um die Möglichkeit zu besprechen der Herstellung von Nachbildungen der Artefakte zu verkaufen, und wieder etwas von dem Geld, dass sie angeblich in die investiert projizieren, wenn sie davon überzeugt waren, dass sie sich Millionäre Verkauf der Artefakte aus Columbus ‚Vizcaína. Probleme Dann begannen die Probleme.

Es war offenbar ein Streit über Genehmigungen. Fitzgerald berichtete im November 2003, dass IMDI hat keinen Rechtsanspruch auf das Wrack zu erkunden oder zu entfernen zusätzliche Artefakte und behauptete, sein Verständnis, dass IMDI nie erhalten eine schriftliche Genehmigung ausgehoben und retten die Website, sondern wurde mündliche Erlaubnis zu retten erteilt einzelne Artefakte, wurden vermutlich durch bedroht Diebstahl und eine Genehmigung zum Film. Eine scheinbare Missverständnisse in Bezug auf die Erlaubnis bedroht eine Konfrontation zwischen IMDI ​​und INAC. Dr. Filipe Castro, INA Projektleiter für die Playa Damas Website, dennoch legte einen förmlichen Vorschlag für Zusammenarbeit zur Ernesto Cordovez, Leiter des IMDI ​​und Nilda Vasquez Sohn. Der vorgeschlagene Plan für eine kooperative genannt Forschungsprogramm mit dem INA und IMDI ​​sowohl müsste eine Rolle in dem Projekt. Nach Vasquez, der letzte Kleben Punkt vor Einigung erzielt werden kann ist IMDI ​​Beharren dass Artefakte nicht erlaubt, Panama verlassen.

(Ende von Teil 2).

Das Wrack von Playa Damas – Nils Peter Sieger unterstützt maritime Archäologie vor der Küste Panamas (Teil 1)

In einem Artikel der A&M University, Texas, über ein angeblich zur Flotte von Christoper Columbus gehörendes und vor der Küste Panamas gesunkenes Schiff aus dem frühen 16. Jahrhundert, wird Nils Peter Sieger mit SPIEGEL TV als Unterstützer des Forschungsprojektes erwähnt. Wir geben den Artikel in drei Teilen jeweils in der englischen Originalfassung und in deutscher Übersetzung wieder.

The Playa Damas Shipwreck
An Early Sixteenth-Century Shipwreck in Panama

Part 1

Filipe Castro and Carlos Fitzgerald
Nautical Archaeology Program

TexasA&MUniversity
USA

Iberian Ships

Located near the lovely little village of Nombre de Dios, on Panama’s Caribbean coast, the Playa Damas shipwreck is yet another Spanish shipwreck threatened by treasure hunters.  Sunk in very shallow water sometime during the first decades of the 16 th  century, it was probably initially salvaged soon after its loss, and the only artifacts left were the heavy iron guns and anchors that were probably stored in the holds and were quickly buried in the sand.

There are only approximately eighty known shipwrecks worldwide dating to the period of Iberia’s maritime expansion in the early 16 th century.  Only a handful of these shipwrecks has been excavated by archaeologists, however, and several of the shipwrecks apparently have been destroyed by treasure hunters in search of valuable artifacts to be sold at auction, or looted by sport divers before any archaeological study or evaluation.

The result is that nautical archaeologists know very little about 16 th  century Spanish ship building.  There is almost no research or scientific study which provides information on the complex technology used to build the ships of Columbus, Vasco da Gama and Magellan.  Where was the living space?  How was the cargo hold designed?  What was the versatility of the riggings and the strength and speed of the hull? As we are writing these lines, the Playa Damas shipwreck risks being another sad story, another lost opportunity to look into the design and construction of these amazing machines, the space shuttles of their time as Karl Vandenhole, a producer from Spiegel-TV, has called them.  A proposed collaboration between a for-profit salvage company, the Government of Panama and the Institute of Nautical Archaeology (INA) is now possibly on the rocks and the investigation of the shipwreck and its artifacts the subject of court proceedings. The shipwreck, discovered at Playa Damas near Nombre de Dios on the Caribbean coast of Panama in 1997 by amateur historian and diver Warren White, an American expatriate living in Panama, has involved the interests of several groups with overlapping interests.  One of the first was IMDI, a salvage company formed by White with Nilda Vasquez of Panama and a group of investors and technical specialists, which removed the first artifacts from the site in 2001.  Recovery of artifacts from the wreck by IMDI in 2001 was documented by a video now shown on the Archaeology Channel website.  Subsequently, White became estranged from IMDI and has publicly charged that the shipwreck is threatened by IMDI plans to remove more artifacts from the ship.  White stated that his biggest concerns for the site are “bureaucratic and governmental mis-management.”  In interviews with Archaeological Legacy Institute Executive Director Richard Pettigrew in November 2003, Vasquez insisted that IMDI has a legal Panamanian government permit to conduct archaeological exploration of the wreck, but Carlos Fitzgerald, National Director of Cultural Heritage of the Panamanian National Institute of Culture (INAC), responded that IMDI’s permit covered production of a video documentary but not archaeological excavation.

The Project

In July 2003 the Institute of Nautical Archaeology at Texas A&MUniversity (INA) was invited by the media group Spiegel to consider the complete excavation of a shipwreck at Playa Damas, located near Nombre de Dios, on the Atlantic coast of Panama.  The media had announced, based on some evidence not confirmed by archaeological analysis, that this shipwreck was thought to be Columbus’ Vizcaína, a small 50 ton caravel lost near Portobelo, during his fourth voyage, in 1503.  Almost every year somebody finds a piece of wood in the Caribbean and claims that it belonged to one of Columbus’ ships; however,  regardless of whether or not a ship of Columbus, the shipwreck was of interest, because ships dating from the 15 th  and 16 th centuries are sufficiently rare to be of scientific interest and this one appeared from the evidence to be an early 16 th century Spanish nao or caravel.

The Spiegel group made an agreement with the government of Panama, through INAC, to fully fund the excavation and conservation of the Playa Damas shipwreck.  The money was to be donated by several European sponsors who asked for nothing in return. In July 2003 we went to Hamburg, Germany, to meet with the Spiegel team and discuss the feasibility of this project.  Tests carried out by the Spiegel-TV team on materials from the shipwreck, removed with permission from the heritage office and in cooperation with the German government, had already yielded some incredible dates.  A sample of the hull’s timber – from an oak hull plank – was dated to the late 15 th  century.

We were very enthusiastic about the project.  One of its most appealing features was the fact that Panama had just changed its law concerning the protection of its underwater cultural heritage, being the first country in the world to ratify the UNESCO Convention of the Underwater Cultural Heritage.  The Convention had recently been voted by over one hundred countries and its adoption greatly strengthening the state’s role in protecting and researching Panama’s underwater cultural heritage.  This made it a perfect opportunity to show the world that developing countries can be on the front line in fields like nautical archaeology.

(End of part 1).

Deutsche Übersetzung

Das Wrack von Playa Damas 
Ein Wrack aus dem frühen 16. Jahrhundert vor der Küste Panamas

Teil 1

Filipe Castro and Carlos Fitzgerald
Nautical Archaeology Program

TexasA&MUniversity
USA

Spanische Schiffe

In der Nähe des schönen kleinen Dorfes Nombre de Dios, an Panama Karibikküste, ist das Playa Damas Schiffswrack und noch ein weiteres spanisches Schiffswrack durch Schatzsucher bedroht. Sunk in sehr flachem Wasser irgendwann in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts, war es wohl zunächst gerettet bald nach dem Verlust, und die einzigen Artefakte links waren die schweren eisernen Kanonen und Anker, die wahrscheinlich in den Laderäumen und gespeichert wurden wurden schnell im Sand vergraben. Es gibt nur etwa 80 bekannten Schiffswracks weltweit aus dem Zeitraum der maritimen Expansion Iberia im frühen 16. Jahrhundert. Nur eine Handvoll dieser Schiffswracks wurde von Archäologen ausgegraben worden, aber, und mehrere der Schiffswracks offenbar durch Schatz zerstört worden Jäger auf der Suche nach wertvollen Artefakten bei einer Auktion verkauft werden, oder durch Sporttaucher vor jeder archäologische Untersuchung oder geplündert Auswertung. Das Ergebnis ist, dass nautischen Archäologen wissen sehr wenig etwa 16 Jahrhundert spanischen Schiffbau. Es gibt fast keine Forschung oder wissenschaftliche Studie mit Informationen über die komplexe Technologie verwendet, um die Schiffe des Kolumbus zu bauen, Vasco da Gama und Magellan. Wo war der Wohnraum? Wie wurde der Laderaum gestaltet? Was war die Vielseitigkeit der Takelwerk und der Stärke und Geschwindigkeit des Rumpfes? Da wir diese Zeilen schreibe, die Playa Damas Schiffswrack Risiken ist ein weiterer traurige Geschichte, eine andere verlorene Gelegenheit zu schauen in das Design und den Bau dieser erstaunlichen Maschinen, die Raumfähren ihrer Zeit als Karl Vandenhole, Produzent von Spiegel-TV, hat sie gerufen. Eine vorgeschlagene Zusammenarbeit zwischen einer for-profit Salvage, der Regierung Panama und die Institute of Nautical Archaeology (INA) ist nun möglicherweise auf den Felsen und der Untersuchung der Schiffbruch und seine Artefakte Gegenstand von Gerichtsverfahren. Der Schiffbruch, an der Playa Damas Nähe Nombre entdeckt de Dios an der Karibikküste von Panama im Jahr 1997 von Hobby-Historiker und Taucher Warren White, ein US-amerikanischer Expatriate Leben in Panama, hat die Interessen der beteiligten mehrere Gruppen mit sich überschneidenden Interessen. Einer der ersten war IMDI, ein Bergungsunternehmen von Weiß mit Nilda gebildet Vasquez von Panama und eine Gruppe von Investoren und technische Fachleute, welche die ersten Artefakte vom Standort entfernt 2001. Wiederherstellung von Artefakten aus dem Wrack von IMDI ​​im Jahr 2001 wurde von einem Video jetzt auf der Archäologie gezeigt dokumentiert Channel-Website. Anschließend wurde Weiß entfremdeten von IMDI ​​und hat öffentlich erhoben, dass der Schiffbruch ist bedroht IMDI ​​plant weitere Artefakte aus entfernen das Schiff. Weiß erklärte, dass seine größte Sorge für die Website sind „bürokratischen und staatlichen mis-Management.“ In Interviews mit archäologischen Erbes Institute Vorstand Director Richard Pettigrew im November 2003, Vasquez bestand darauf, dass IMDI ​​eine rechtliche panamaischen Regierung hat erlauben archäologische Erforschung des Wracks zu führen, aber Carlos Fitzgerald, National Director of Cultural Heritage der panamaischen National Institute of Culture (INAC) antwortete, dass IMDI ​​der Genehmigung die Produktion eines Videos abgedeckt Dokumentarfilm aber nicht archäologischen Ausgrabung. Das Projekt Im Juli 2003 wurde das Institute of Nautical Archaeology in Texas A & M University (INA) wurde von den Medien Gruppe eingeladen Spiegel auf, die vollständige Ausgrabung eines Schiffbruchs an der Playa Damas, in der Nähe Nombre de Dios, auf der Atlantik-Küste von Panama. Die Medien hatten angekündigt, basiert auf einige Beweise nicht durch archäologische Analyse bestätigt, dass dieses Wrack wurde gedacht, um Columbus ‚Vizcaína sein, ein kleiner 50 Tonnen in der Nähe Portobelo verloren Karavelle, während seiner vierten Reise, im Jahre 1503. Fast jedes Jahr jemand findet ein Stück von Holz in der Karibik und behauptet, dass es ein gehörten von Kolumbus ‚Schiffen, aber unabhängig davon, ob oder nicht ein Schiff von Kolumbus war der Schiffbruch von Interesse, weil Schiffe aus dem 15. und 16. Jahrhundert sind ausreichend selten von wissenschaftlichem Interesse und dieser ein zu sein schien aus dem Beweise für eine frühe 16. Jahrhundert spanische nao oder Karavelle sein. Die Spiegel-Gruppe hat eine Vereinbarung mit der Regierung Panama, durch INAC, vollständig zu finanzieren die Ausgrabung und Erhaltung der Playa Damas Schiffbruch. Das Geld war von mehreren europäischen Sponsoren, die gefragt gespendet werden im Gegenzug nichts. Im Juli 2003 gingen wir in Hamburg, Deutschland, mit dem treffen Spiegel-Team und diskutieren die Machbarkeit des Projekts. Tests von der Spiegel-TV Team auf Materialien aus der durchgeführten Schiffbruch, mit freundlicher Genehmigung aus dem Erbe ihres Amtes enthoben und in Zusammenarbeit mit der deutschen Regierung, hatte bereits ergab einige unglaubliche Termine. Eine Probe des Rumpfs Holz – Von einer Eiche Rumpf plank – wurde bis in die späten 15 Jahrhundert datiert. Wir waren sehr begeistert von dem Projekt. Eines ihrer ansprechende Features, war die Tatsache, dass Panama gerade geändert sein Gesetz über den Schutz der Unterwasserwelt kulturellen Erbes, als erstes Land der Welt ratifizieren UNESCO-Konvention des Kulturerbes unter Wasser. Der Konvent hatte kürzlich von über hundert wurde automatisch Länder und ihrer Annahme erheblich Stärkung des Staates Rolle beim Schutz und die Erforschung Panama Unterwasserwelt kulturellen Erbes. Dies machte es eine perfekte Gelegenheit, um zu zeigen, die Welt, die Entwicklungsländer an der Front in sein Bereichen wie nautische Archäologie.

(Ende von Teil 1).

Geschäfte mit einem Hauch von Abenteuer: Die Portuguese Review über Nils Peter Sieger

Die Lissaboner Portuguese Review veröffentlichte im Dezember 1993 einen ganzseitigen Artikel über den Werdegang von Nils Peter Sieger. Diesen Artikel geben wir in deutscher Übersetzung wieder.

Menschen in Lissabon: Geschäfte mit einem Hauch von Abenteuer 

Aus: Portuguese Review (Dezember 1993)

In 1961 trampte Nils Peter Sieger durch Europa und blieb in Lissabon stecken – mit nichts als seinem Rucksack. Sein erster Anzug war ein Geschenk von Dr. Maric Mosqueira do Amaral (heute immer noch ein enger Freund), was ihm eine Lehre bei der Banco Espirito Santo e Comercial de Lisboa ermöglichte.

Eine Stadt der Nostalgie

Lissabon, die nostalgischste Hauptstadt Europas zu jener Zeit, war in einem Tagtraum über seine glorreiche Vergangenheit befangen. Politische Diskussionen über Portugals Bestimmung liefen darauf hinaus, die überseeischen „Provinzen“ niemals aufzugeben gegen den zunehmenden Druck von außen, insbesondere der USA. Im gleichen Jahr wurde der portugiesische „Staat von Indien“ von der indischen Armee besetzt und Salazar sandte 30.000 Soldaten nach Angola, um es vor „Chaos und Kommunismus“ zu schützen, die durch den benachbarten Kongo fegten.

Der 22-jährige Lehrling aus einer Privatbank in Hamburg kam aus einer Familie mit einem starken Sinn für Tradition und Wertschätzung für den Charme der vorindustriellen Zeit – beides hatte Lissabon im Überfluß. (Jahre später, als er es sich leisten konnte, wurde Sieger, ein Offizier der deutschen Marine, ein leidenschaftlicher Sammler von antiken nautischen Instrumenten, Karten und Büchern). Aber Sieger spürte den Wind des Wandels in Portugal, und war hungrig nach Erfolg.

Nils Peter Sieger Business with a sense of adventure - Portuguese Review (1993)

Nils Peter Sieger Business with a sense of adventure – Portuguese Review (1993)

Eine Partnerschaft für den Erfolg

Er fand den Partner für seine großen Ideen in Dieter Kleinschmidt, der in der Bucht von Cascais in 1962 gestrandet war während der Überführung eines Segelbootes nach Portugal. Die beiden Männer ergänzten einander und der Hauch des Abenteuers, der über ihrem Treffen lag, durchwehte auch ihre Geschäfte.

Während Sieger durch seine Fantasie und Vision angetrieben wurde, war Kleinschmidt skeptisch, inquisitorisch, detail-orientiert und praktisch. Mehrere Jahre vergingen, bevor sie sich zusammentaten: Kleinschmidt ging zurück nach Deutschland um seine Architekturstudien zu beenden und Sieger verdiente seinen Lebensunterhalt durch Deutschunterricht in den Abendstunden während er tagsüber bei der Bank Espirito Santo arbeitete. Unterdessen knüpften sie ein Netzwerk von Kontakten in beiden Ländern, das sich als Aktivum erweisen sollte, als sie im Jahr 1967 ihre Firma Finurba gründeten.

Ein breites Portfolio

Nur wenige Unternehmen in der portugiesischen Immobilienbranche sind mit Finurba in der Vielfalt der Dienstleistungen zu vergleichen: Investment Consulting, Projektierung und Finanzierung, Architektur, Engineering und Bauüberwachung. Ihre Referenzliste enthält industrielle Komplexe, Bürogebäude, Kirchen, Schulen, Fünf-Sterne-Hotels, touristische Entwicklungen, Einkaufszentren, Golfplätze und private Residenzen. „Flexibilität ist unsere Basis. Wenn andere nicht wissen, wie man weitermachen soll, schaffen wir einen unkonventionellen Konzept und suchen die richtige Konstellation und die besten Partner „, erklärt Kleinschmidt.

Nach dieser Devise expandierten sie in den Nahen Osten und das portugiesischsprachige Afrika. Obwohl Geschäftsmöglichkeiten verlorengingen, als die Kolonien schließlich ihre Unabhängigkeit erlangten, blieben Kontakte und Freundschaften. Derzeit plant Finurba ein Resort auf der Insel Sao Tomé im Golf von Guinea und ein 90 ha großes Gewerbegebiet in Palmela in der Nähe von Setúbal.

Für die Opfer der Erdbeben-Katastrophe in Algerien entwickelten sie „portable“ Häuser aus Komponenten von Polyurethan-Schaum und Stahlgerüsten. In den Jahren nach der Revolution, als Portugal von den Anlegern gemieden wurde, machte diese Produkt, das nach Venezuela, Brasilien, Saudi-Arabien und Sudan exportiert wurde, Finurba international bekannt.

Zukunftsaussichten

Beide Partner haben ein starkes soziales Engagement. Kleinschmidt war für die Deutsche Schule aktiv und Nils Peter Sieger für die SOS-Kinderdorf-Organisation in Lissabon. Er hat zum Aufbau der Kinderdörfer in der Karibik, Südamerika und Spanien über viele Jahre maßgeblich beigetragen. Derzeit ist er behilflich mit der Organisation eines SOS-Kinderdorfes in Sta. Cruz de Tenerife.

Neben der Verwaltung ihres Bestandes von Lissaboner Bürogebäuden, Villen und Freizeitparks gründeten Sieger und Kleinschmidt kürzlich Arqueonautas SA, ein Unternehmen, das auf die Bergung von Schiffen vor der portugiesischen Küste, die zwischen dem l6. und l9.Jahrhundert versunken sind, spezialisiert ist. Am 30. September verkauften sie Finurba an Caspen Oil, ein Unternehmen, das an der amerikanischen Börse notiert ist und seit kurzem in die europäischen Immobilien- und Energiemärkte investiert. Beide bleiben Direktoren bei Finurba, und es wird interessant sein, die Ergebnisse dieser Ehe zwischen einem individualistischen europäischen Unternehmen und einem amerikanischen Ölkonzern sehen.

Der Artikel zum Download: Nils Peter Sieger_Business_with_a_sense_of_adventure

Englische Version des Artikel aus Portuguese Review

People, in Lisbon: Business with a sense of adventure

From: Portuguese Review (Dezember 1993)

In 1961 Peter Sieger hitch-hiked through Europe and got stuck in Lisbon, carrying nothing but his backpack. His first suit was a gift from Dr. Märic Mosqueira do Amaral (still a close friend today) which enabled him to start an apprenticeship at the Banco Espirito Santo e. Comercial de Lisboa.

A city of nostalgia

Lisbon, easily the most nostalgic capital of Europe at that time, was lost in a daydream about its glorious past. Political discussions centered on Portugals determination never to give up its overseas “provinces“, against mounting external pressure, particularly from die U.S. In the same year the Portuguese “State of India“ was occupied by the Indian army, and Salazar sent 30,000 troops to Angola to protect it from “chaos and com¬munism“ sweeping the neighbouring Congo.

The 22 year old apprentice from a private bank in Hamburg came from a family with a strong sense of tradi¬tion and appreciation for the charm of the pre-industrial era, both of which abounded in Lisbon. (Years later, when he could afford it, Sieger, an officer in the German naval reserve, became a passionate collector of antique nautical instruments, ancient maps und books). But Sieger sensed the wind of change engulfing Portugal, and his mercurial tempera¬ment was hungry for success.

A partnership for success

He found the partner for his grand ideas in Dieter Kleinschmidt who was stranded in the bay of Cascais in 1962 while transferring a sailing boat to Portugal. The two men comple¬mented each other, and the note of adventure on which they met carried over into their business dealings.

While Sieger was driven by his imagination und vision, Kleinschmidt was was sceptical, inquisitive, detail-oriented und practical. Several years passed before they joined forces: Kleinschmidt re¬turned to Germany to finish his archi¬tecture studies und Sieger earned his living by teaching German in the evenings while working at die Espirito Santo bank in the daytime. Meanwhile, they built a network of contacts in both countries, which proved an asset when, in 1967, they founded their cornpany Finurba.

A wide portfolio

Few companies in Portugal‘s property development sector can compare with Finurba in the variety of Services of¬fered: investment consulting, project planning und financing, architecture, engineering and construction supervision. Their reference list includes industrial complexes, office buildings, churches, schools, five-star hotels, tourist developments, shopping centres, golf courses and private residences. “Flexibility is our basis. When others don‘t know how to go on, we create an unconventional concept und look for the right constellation and match¬ing partners“ explains Kleinschmidt.

With this motto they expanded into the Middle East and Portuguese-speaking Africa. Though business opportunities were lost when the colonies finally gained independence, contacts und friendships remained. At present Finurba is planning a resort on the island of Sao Tomé in the Gulf of Guinea and a 90 ha industrial park in Palmela, near Setübal.

For the victims of an earthquake catastrophy in Algeria they developed “portable“ houses assembled from components made of polyurethan foam sandwiched between a steel framework. In the years after the revo¬lution, when Portugal was shunned by investors, this product, which was exported to Venezuela, Brazil, Saudi¬ Arabia und Sudan, made Finurba known internationally.

Future prospects

Both partners have a strong social commitment. Kleinschmidt has been active for the German School in Lis¬bon and Sieger for the SOS Children‘s Villages organisation. He has helped to build up children‘s villages in the Caribean, South America and Spain for many years. At present he is assisting in the organisation of an SOS Chil¬dren‘s Village in Sta. Cruz de Tenerife.

Besides their holdings of Lisbon office buildings, villas and leisure prop¬erties, Sieger and Kleinschmidt recently founded Arqueonautas S.A., a company specialised in raising ships sunk off the Portuguese coast between the l6th and l9th centuries. On Sep¬tember 30th, they sold Finurba to Caspen Oil, a company listed on the American stock exchange, which has recently bought into the European property and energy markets. They both remain directors of Finurba, and it will be interesting to see the results of this marriage between an individu¬alistic European enterprise and an American oil corporation.

Verschollen ist nicht Verloren: Interview mit Nils Peter Sieger, dem Gründer und Finanzier von Arqueonautas

Der bekannte Reiseschriftsteller, Kinderbuchautor und Publizist Peter Reinhold, der seit kurzem mit seiner brasilianischen Frau Fátima in Lissabon wohnt, interviewt Nils Peter Sieger aus Estoril. Selber oft abenteuerlich unterwegs in ca. 80 Ländern, zuletzt 10 Jahre in Brasilien zuhause, musste es irgendwann zur Begegnung mit diesem Mann kommen, der in seiner Wahlheimat Portugal schon gern einmal beim Kamingespräch sein bisher aufregendes Lebens revuepassieren lässt.

PR: Herr Sieger – darf ich Sie als Freund mit ähnlich interessanter Vergangenheit der Einfachheit halber duzen?

NPS: Nur zu, lieber Peter.

PR: Also, lieber Nils Peter, dein Lebenslauf liest sich so spannend, wie man es vom Ambiente entnehmen kann, das uns in deinem Haus in Estoril umgibt. Seit wann wohnst du hier?

NPS: Als selbständiger Unternehmer pendel ich seit über 45 Jahren zwischen meinem Heimatort Blankenese bei Hamburg und Estoril.

PR: Aber doch nicht nur auf dieser Route zwischen Deutschland und Portugal?

NPS: Oh nein, wie du meinem Lebenslauf ja bereits entnommen hast, gibt es eine ganze Reihe von Ländern, die mehr als nur farbige Konturen in mein Lebensbuch gezeichnet haben: Saudi Arabien zum Beispiel und der Sudan, Haiti, Panama und Venezuela, abgesehen von all den anderen Destinationen in Europa wie Monaco, Spanien und natürlich den Ländern portugiesischer Sprache.

PR: Vor allem als Mitglied des weltweiten Hermann-Gmeiner Fonds, besser bekannt unter dem Namen „SOS – Kinderdörfer“.

NPS: Bestimmt eine Aufgabe, die mein Leben stark beeinflusst hat. Aber ausser dem Aufbau etlicher SOS-Kinderdörfer in aller Welt, was ja eine ehrenamtliche Arbeit war, musste ich als Unternehmer auch meine geschäftlichen Interessen wahrnehmen, was mich in viele Länder auf unserem Globus geführt hat.

PR: Was bist du nun eigentlich von Beruf? Was hast du studiert oder gelernt?

NPS: Ein ordentliches Studium habe ich nie absolviert, dafür eine ganz normale Banklehre bei einer Hamburger Privatbank.

PR: Das klingt noch nicht unbedingt nach Abenteuer.

NPS: In der Tat, aber warte es ab. Etwas später habe ich an einem Marine-Offiziers-Lehrgang in der Kaiserlichen Marine-Schule Mürwick bei Flensburg teilgenommen und es dort immerhin bis zum Oberleutnant d.R. gebracht.

PR: Und bist dann auf diesem Weg in Portugal hängengeblieben?

NPS: Keineswegs. Als ich 20 Jahre alt war, hatte ich mein Bankkaufmanns-Diplom der Hamburger Handelskammer in der Tasche und jobte zunächst als Kofferträger im „Hotel Marseille“ auf Mallorca. Per Anhalter gelangte ich dann via Barcelona und Madrid nach Lissabon. Hier stellte mich ein deutscher Antiquar als seine „Putzfrau“ ein, womit sich mein Unterhalt in einem bescheidenen Zimmer in der Rua das Taipas im Bairro Alto bestreiten liess.

PR: Das klingt nach der legendären Story „Vom Tellerwäscher zum Millionär“.

NPS: (lacht): du bist zwar auf der richtigen Fährte, Peter, wobei mir allerdings nur die Teller anstatt der Millionen geblieben sind.

PR: Erzähl´, wie ging es weiter?

NPS: Ein Kunde meines Brötchengebers, besagten Antiquars, war ein Direktor der Banco Espirito Santo, der deutsch sprach. Als ich ihm sagte, ich hätte zwar bei einer Privatbank gelernt, würde aber lieber im schönen Lissabon bleiben anstatt zur Bank ins kalte Hamburg zurückzukehren, machte er mir ein Geschenk: er liess mir einen Anzug schneidern – wichtiges äusseres Kennzeichen eines korrekten Bankangestellten, als den er mich einstellte. Abends gab ich Deutsch-Unterricht und begann diese Stadt und das Land zu lieben. Im Sportclub Benfica spielte ich in der Ersten Mannschaft Tischtennis, im Club Naval Cascais machte ich meinen Segelschein.

PR: Was sagte eigentlich dein Herr Papa zur etwas abwegigen Entwicklung seines Sohnes Nils Peter? Er war immerhin ein Dr. Phil.

NPS: Oh je, meine Eltern sowie meine vier Geschwister waren besorgt, ganz besonders mein Vater, als Akademiker, Meteorologe in Berlin-Tempelhof, später in Hamburg-Fuhlsbüttel. Der sah die Entwicklung seines Sohnes mit aufrichtigem Bedauern.

PR: Eigentlich wollte ich mit dir ja ein Interview über euer Unternehmen „Arqueonautas S.A.“ führen. Und wenn ich die vielen tollen Schiffsmodelle allein um deinen gemütlichen Kamin herum betrachte, hege ich die stille Hoffnung, noch auf dieses reizvolle Thema zu stossen.

NPS: Sorry, Peter, aber sogleich nehmen wir Kurs auf in diese Richtung: Im Jahr 1961 hatten 10 deutsche Studenten, die den französischen Thunfisch-Kutter „Prosper“ für ihren Eigner nach Elba überführen sollten, in der Marina von Cascais einen kleinen Unfall. Dabei machte ich die Bekanntschaft einiger interessanter junger Männer: eines, der heute als Jurist die BES in Deutschland vertritt, ein anderer blieb in Portugal und betreibt ein Weingut im Alentejo. Ein dritter schliesslich, der Dieter Kleinschmidt, studierte Architektur, was uns später geschäftlich eng miteinander verbinden sollte.

PR: Mit ihm hast du doch später die Finurba gegründet.

NPS: Richtig, meine Finurba ist heute 40 Jahre alt und vertritt nach wie vor deutsche Interessen in Portugal.

PR: Wo ist eigentlich die „Prosper“, jener havarierte französische Thunfisch-Kutter, abgeblieben?

NPS: Ach, den versenkte ich später höchstpersönlich irgendwo bei den Klippen. Ich hatte ja als Marinheiro bei Comandante Fiuza in Cascais bereits meinen portugiesischen Segelschein gemacht, bin also offizieller portugiesischer Seemann. Und wie man weiss, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen… Übrigens zücke ich auch heute noch gelegentlich diesen alten Ausweis, wenn ich zum Beispiel am Schalter der TAP vorgebe, „schnellstens als portugiesischer Seemann zurück auf mein Schiff im Lissaboner Hafen zu müssen“. Manchmal bekomme ich auf diese Weise sogar einen Diskont.

PR: Die Sehnsucht nach sich blähenden Segeln im Wind, die Lust auf die weite Welt, hier in deinem Heim dokumentiert mit soviel maritimem Flair, ist es das, was dich später in Länder wie Panama, Haiti, nach Santo Domingo verschlug?

NPS: Nein, meine Liebe zu Kindern und den „SOS-Kinderdörfern“, bei deren Aufbau in aller Welt ich gern mithalf, entspringt einer anderen Geschichte,…

PR: …die mit unserem heutigen Interview nichts zu tun hat.

NPS: Ganz genau, ich erzähle sie dir gern ein andermal.

PR: Stattdessen sollten wir auf die „Arqueonautas S.A.“ zu sprechen kommen.

NPS: Die ich in den 90er Jahren mit einigen Freunden hier in Estoril gegründet habe.

PR: Und die sich heute als weltweit bekannt gewordene „Gesellschaft mit archäologischen Unterwasser-Aktivitäten“ in Mozambique und Indonesien beschäftigt.

NPS: So ist es. Allerdings wurde „Arqueonautas“ ursprünglich von uns aus anderen Motiven gegründet. Und zwar, um dem damals in Portugal gültigen Gesetz entsprechend, in den hiesigen Hoheitsgewässern nach den wertvollen Ladungen versunkener, historisch wichtiger Schiffe zu suchen.

PR: Also ging es auf Schatzsuche.

NPS: Eigentlich nein, denn dieser in der Allgemeinheit zwar beliebte Begriff ist bei Wissenschaftlern zurecht verpönt. Der Begriff „Unterwasser-Archäologie“ trifft es da schon besser, worum es uns ging. Wir charterten also ein Schiff in Schottland, die „Northern Star“, heuerten 20 englische von der Kriegsmarine geschulte Profitaucher an, um die portugiesische Küste, die der Azoren und anderer portugiesischer Hoheitsgewässer nach möglichen gesunkenen Schiffswracks zu durchforschen.

PR: Das klingt einfach. So kann jedermann ins Wasser springen und einen versunkenen Schatz heben?

NPS: Beileibe nicht! Dem Gesetz zu Folge mussten eine Reihe festgeschriebener Details erfüllt werden, um mögliche Funde orten, heben, restaurieren und verkaufen zu dürfen. In erster Linie das Sichten historischer Dokumente in weltweiten Archiven, dafür gibt es Historiker. Dann das Tauchen, das Suchen, das Finden. Dann kommt die Dokumentation des Fundes in portugiesischer Sprache. Danach reicht man sämtliche Dokumente, Fotos, also Beweise, beim Kulturministerium in Lissabon ein, das eine spezielle Abteilung für diese neue Aktivität eingerichtet hat. Erst nach all diesem enormen zeitlichen wie finanziellen Aufwand sollte die Genehmigung für das Heben, die äusserst aufwendige Restaurierung sowie eine eventuell folgende Versteigerung über die bekannten Auktionshäuser wie Sothebys, Christies usw. erteilt werden.

PR: So konntet Ihr Verschollenes, auf ewig verloren Geglaubtes für die Nachwelt retten und erhalten?!

NPS: Soweit kam es leider nicht. Nachdem man im portugiesischen Kulturamt (IPAR) von unseren Aktivitäten, sowie drei ähnlich operierenden Unternehmen aus Amerika und Frankreich erfahren hatte und dadurch auf die Vielzahl möglicher Schätze aufmerksam wurde, die hier lagerten, änderte man kurzerhand das Gesetz. Alle Aktivitäten mussten sofort eingestellt werden, alles wurde uns unter Androhung hoher Strafen von einem Tag auf den anderen verboten.

PR: Und du gingst leer aus.

NPS: Wenn es das allein gewesen wäre. Doch wir hatten unsere gesamten Investitionen von einigen Millionen Dollar auf Grund gesetzt.

PR: Da war nichts mehr zu retten?

NPS: Ich wandt mich an den Anwalt Dr. Gomes da Silva, der dieses Gesetz entworfen hatte, und das vom Staatspräsidenten und seinem Ministerpräsidenten 1993 unterzeichnet wurde. Ich bat ihn inständig, mir juristisch beizustehen, um den grossen Verlust, den wir durch die portugiesische Regierung erlitten, zu kompensieren. Doch leider verfügte ich nicht mehr über die notwendigen finanziellen Mittel, um diesen Prozess gegen die Regierung führen zu können.

PR: Sodass ihr eure ganzen Ideen begraben, besser gesagt versenken musstet….

NPS: Das wollten wir unter allen Umständen verhindern. Die Firma, das Schiff, die Fachleute, das ganze Know-How, das wir bereits gewonnen hatten, das alles sollte irgendwie weiterleben. Also überlegten wir uns, wohin mit dem Schiff, den Tauchern und unserem ganzen Wissen und gingen schliesslich auf die Kapverden. Dort arbeiteten wir etwa 5 Jahre mit geringem Erfolg, obwohl es immerhin zu Versteigerungen bei Christies, Sothebys und einem anderen Auktionshaus in Kopenhagen kam.

PR: Mit geringem Erfolg? Warum gering?

NPS: Allerdings, weil die Einsätze fast alles verschlangen, was wir bei den Verkäufen einnehmen konnten.

PR: Trotz allem scheint die Firma „Arqueonautas“ aber heute auf der Sonnenseite angekommen zu sein.

NPS: Ja, glücklicherweise. Der Vetter meiner damaligen Verlobten, Nikolaus Graf Sandizell, seinerzeit Geschäftsführer einer Tochter von Ferrostaal in Portugal, nahm sich der neuen Aufgabe mit viel Elan an. Er ist heute der CEO der „Arqueonautas S.A.“ und brachte das Unternehmen inzwischen auf Weltniveau. Sodass sich heute sogar eine bekannte englische Privatbank ernsthaft für eine Zusammenarbeit mit uns interessiert.

PR: Neben Mozambique seid ihr auch in Indonesien aktiv?

NPS: Genau. Unser neues Engagement in Sumatra soll den Durchbruch für künftige finanzielle Erfolge erzielen. Bei Tauchvorgängen konnten bereits wertvolle Porzellan- Schätze aus der Ming-Dynastie entdeckt werden. Im Sommer kommenden Jahres geht es dann mit allen notwendigen Lizenzen in indonesischen Gewässern weiter. Wer da als Aktionär bei der „Aqueonautas“ mitmacht, wird sich wahrscheinlich auf lohnende Gewinne aus den nachfolgenden Versteigerungen freuen können.

PR: Ich könnte demnach auch als Aktionär bei „Aqueonautas“ meinen Einsatz abliefern, um am denkbaren Erfolg finanziell zu partizipieren?

NPS: Selbstverständlich! Da schlummert noch ein riesiges Potential. Nur sollte man auch nie das Risiko unterschätzen, das mit solchen Unternehmungen verbunden ist.

PR: Ich erlaube mir trotzdem an dieser Stelle deine Kontaktadresse anzugeben für jene, die gern bei „Aqueonautas“ mitmachen möchten: nilspetersieger@mail.telepac.pt sowie http://www.arq.de Auch lohnt sicherlich ein Besuch des Büros in Estoril,….

NPS: …das allein aufgrund seines Ambientes schon fast einem Marine-Museum gleicht.

PR: Was läuft in Mozambique?

NPS: Auf der Ilha de Mozambique, der ehemaligen Hauptstadt Mozambiques, haben wir unser technisches Headquarter, sogar ein kleines völkerkundliches Museum mit maritimen archäologischen Schätzen.

PR: Was war das letzte grössere Projekt?

NPS: Das war die Fregatte „São José“ von 1622, auf der ein Enkel von Vasco da Gama, der den Seeweg nach Indien entdeckt hatte, als kurz zuvor gekürter König von Goa mit all seinem Pomp und dem dazugehörigen Hofstaat unterwegs war. An Bord hatte er unter anderem 25.000 in Mexiko geprägte Silbermünzen, als er vor Mozambique angegriffen und mit seinem Schiff nebst allen Begleitschiffen sowie Mann und Maus versenkt wurde. Wir haben die meisten dieser wertvollen Silbermünzen bereits gefunden und restauriert. Dabei schätzen wir uns glücklich, auf das Know-How der Oxford University zurückgreifen zu dürfen, da wir mit dieser anerkannten Institution (Mare) einen Beratervertrag für Restaurationen abgeschlossen haben.

PR: Das ist wirklich alles weit komplizierter als man das auf den ersten Blick mit den Augen eines Laien erfasst. Wir alle haben ja als Jungen schon Bücher über Piraten gelesen, wir alle wollten immer die Schatzinsel entdecken, Truhen mit Goldmünzen finden und somit unfassbar reich werden. Bei dir, mein lieber Freund, ist es anscheinend nicht soweit gekommen?

NPS: Ach weisst du, der grosse Kolumbus sagte schon, „Geld mach einen Mann nicht wirklich reicher, es beschäftigt ihn nur mehr.“ Den Traum von der Schatzsuche habe ich mir mit meinen Freunden jedoch erfüllen können. Dafür musste ich allerdings mein Segelschiff, die „Monchique“, verkaufen.

PR: Aber deine hübsche Sammlung maritimer Antiquitäten, die hier überall in deinem Haus zu sehen sind, die sind doch gewiss auch schon ein Vermögen wert.

NPS: Ach nein, nicht wirklich. Das meiste stammt von Flohmärkten. Aber dekorativ sind diese Modelle alter Schiffe sowie die kleineren Messing- und Kupfergeräte allemal.

PR: Und dieses wunderbare Silber-Service?

NPS: Da hast du gerade das Wertvollste entdeckt, es ist komplett für 12 Personen, auf jedem Teil ist eine Schiffskordel, die das Messer, die Gabel, die Löffel umschliesst. Eigentlich gehört diese Sammlung ins Museum. Deshalb habe ich auch die Absicht, wenn ich noch älter werde, das alles eines Tages dem hiesigen Marine-Museum zur Verfügung zu stellen.

PR: Und wofür hast du die vielen Auszeichnungen erhalten, die in deinem Privatbüro die Wände schmücken?

NPS: Nicht für mein Hobby, über das wir uns gerade am Kamin unterhalten.

PR: Dann bestimmt für deinen unbezahlten und umso begeisterten Einsatz für die Waisenkinder, als Wegbegleiter Hermann Gmeiners, dem Gründer der „SOS-Kinderdörfer“.

NPS: Das stimmt, für meine jahrelange Tätigkeit als Leiter des „SOS-Kinderdorf Emergency Teams“ in der Karibik, in Lateinamerika und später in Spanien.

PR: Ein Thema, zu dem ich dich auch gern einmal interviewen würde. Wünsche bitte deiner Tochter und deinen Schweizer Enkelkindern ein besonders schönes Weihnachten von Fátima, meiner Frau, und von mir.